
Das Bildungsgrätzl VerteilerKREIS blickt auf ein erfolgreiches Projektjahr zurück. Mit dem vom Verein zur Förderung von digitalen Bildungsangeboten (FLL-Future Learning Lab) durchgeführten Projekt „Lernpotenziale entfalten durch Unterstützung von Mensch&KI“ wurde ein innovativer Weg beschritten, um Schülerinnen und Schüler aus der Region gezielt zu fördern.
Hintergrund und Motivation
Rund 49% aller österreichischen Schülerinnen und Schüler benötigen außerschulische Lernunterstützung, wobei der Anteil in Wien besonders hoch ist. Besonders Kinder aus bildungsferneren Familien sind oft doppelt benachteiligt: durch schulische Defizite und durch eine geringere digitale Teilhabe. (AK-Studie, 2025)
Genau hier setzte das Projekt an. Ziel war es, Lernrückstände bei Kindern aus der Praxis Volks -und Mittelschule der PH Wien abzubauen und gleichzeitig digitale Kompetenzen zu stärken. Durch die Kombination aus menschlicher Betreuung und dem gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) sollte Bildungsgerechtigkeit aktiv gefördert werden.
Umsetzung und Methodik
Das Projekt wurde im Future Learning Lab Wien durchgeführt. Qualifizierte Trainerinnen und Trainer betreuten vier ausgewählte Schülerinnen und Schüler über zwei Projektphasen intensiv. Dabei stand nicht nur die klassische Lernunterstützung im Fokus, sondern auch der sinnvolle und kritische Umgang mit modernen KI-Werkzeugen.
Erfolge und Erkenntnisse
Die Ergebnisse des Projekts sind durchweg positiv und zeigen, dass der eingeschlagene Weg vielversprechend ist.
Schulischer Erfolg: Drei der vier betreuten Kinder konnten ihre Lerndefizite so weit aufarbeiten, dass sie den Aufstieg in die nächste Schulstufe geschafft haben.
Digitale Kompetenz: Die Schülerinnen und Schüler erlernten den kritischen Umgang mit KI-Tools, etwa durch die Prüfung von Quellen und Eigenrecherche. Sie lernten, KI als nützliches Werkzeug – beispielsweise für Audio-Zusammenfassungen oder Präsentationen – kreativ einzusetzen.
Die Rolle der Lehrperson: Eine der zentralsten Erkenntnisse des Projekts ist, dass trotz aller technologischer Unterstützung die sichere und vertrauensvolle Beziehung zur Lehrperson an erster Stelle steht. Technologie kann eine pädagogisch wertvolle Lernatmosphäre unterstützen, aber niemals die menschliche Komponente ersetzen.
Ausblick
Das Projekt hat gezeigt, dass die Integration von KI in die Lernunterstützung, gepaart mit qualitativ hochwertiger pädagogischer Betreuung, einen wesentlichen Beitrag zur Überwindung von Bildungsbenachteiligung leisten kann.
Wir danken der Stadt Wien (MA 13 – Bildung und Jugend) für die finanzielle Unterstützung im Rahmen der Einzelförderung, die dieses wertvolle Projekt erst möglich gemacht hat.
